Auf die Vitamin-B12-Zufuhr achten!
von pelikanapo
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt: „Menschen, die sich vegan ernähren, müssen auf ihre Vitamin-B12-Versorgung achten, denn dieses Vitamin kommt in relevanten Mengen nur in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor.“ Doch nicht nur Veganer sind gefährdet – auch ältere Menschen oder Personen mit bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen entwickeln häufig einen Mangel.
Vitamin B12, auch bekannt als Cobalamin, ist ein wasserlösliches Vitamin, das essenziell für die Blutbildung, den Energiestoffwechsel und den Schutz der Nerven ist. Ein Mangel kann daher nicht nur zu Blutarmut und Nervenschäden führen, sondern sogar zu Demenz. Wie entsteht ein Mangel?
Ein Vitamin-B12-Mangel entsteht hauptsächlich durch drei verschiedene Mechanismen:
• Unzureichende Zufuhr über die Nahrung. Dies betrifft vor allem Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren (Veganer), da Vitamin B12 fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Ohne entsprechende Nahrungsergänzungsmittel entwickeln sie zwangsläufig einen Mangel.
• Gestörte Aufnahme im Körper. Dies ist die häufigste Ursache für Vitamin-B12-Mangel. Die Aufnahme kann durch verschiedene Faktoren, beispielsweise Darmerkrankungen, bestimmte Medikamente oder operative Eingriffe am Verdauungstrakt beeinträchtigt werden. Bei älteren Menschen kann auch verminderte Magensäureproduktion die Aufnahme erschweren.
• Mangelhafte Speicherung. Da Vitamin B12 hauptsächlich in der Leber gespeichert wird, können Lebererkrankungen die Speicherfähigkeit des Körpers beeinträchtigen und so zu einem Mangel führen, selbst wenn die Zufuhr und Aufnahme normal funktionieren.
Auf welche Alarmzeichen muss ich achten?
Ein Vitamin-B12-Mangel entwickelt sich schleichend. Viele der typischen Mangelzeichen sind unspezifisch: Müdigkeit, Blässe oder Konzentrationsprobleme können viele Ursachen haben und deuten nicht direkt auf einen Vitamin-B12-Mangel hin. Manchmal können Milz und Leber vergrößert sein. Ist der Mangel bereits fortgeschritten, können Arme und Beine, Hände und Füße gefühllos werden oder kribbeln. Die Gliedmaßen werden schwach, Reflexe gehen verloren und es treten Gangunsicherheiten und geistige Funktionsstörungen auf.
Wie wird ein Vitamin-B12- Mangel festgestellt?
Ein Vitamin-B12-Mangel wird meist durch Zufall bei Routineuntersuchungen oder aufgrund von Beschwerden (z.B. Taubheitsgefühle in Händen und Füßen) entdeckt. Er wird mittels Blutuntersuchungen diagnostiziert.
Welche Therapien gibt es bei Vitamin-B12-Mangel?
Die Behandlung eines Vitamin-B12-Mangels erfolgt je nach Schweregrad und Symptomen unterschiedlich. Bei leichteren Fällen ohne Beschwerden kann die orale Einnahme von hochdosierten Vitamin-B12-Präparaten (Tabletten, Kapseln, Tropfen, Trinkampullen) ausreichen. Bei schweren Mangelzuständen oder bereits bestehenden Nervenschäden ist eine Injektionstherapie mit Vitamin B12 erforderlich.
Verschwinden die Beschwerden durch die Behandlung?
Die Heilungsaussichten hängen stark vom Zeitpunkt der Behandlung ab. Eine Blutarmut verschwindet meist nach etwa sechs Wochen vollständig. Nervenschäden können sich jedoch bei längerer Dauer verfestigen und chronisch werden. Besonders bei älteren Menschen mit bereits eingetretener Demenz lässt sich die geistige Leistungsfähigkeit durch die Vitamin-B12-Behandlung oft nicht mehr vollständig verbessern.
Wie lässt sich ein Mangel vermeiden?
Wer sich bunt und ausgewogen ernährt und regelmäßig tierische Kost in seinen Speiseplan einbaut, muss in der Regel keinen nahrungsbedingten Vitamin-B12-Mangel befürchten. Jedoch ist laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine sicher bedarfsdeckende Vitamin-B12-Zufuhr ausschließlich mit pflanzlichen Lebensmitteln nach heutigen Erkenntnissen nicht möglich. Wer sich also rein pflanzlich ernährt, sollte auf angereicherte Lebensmittel zurückgreifen – meist reicht das allein aber nicht aus. Das BfR empfiehlt vegan lebenden Menschen daher, zusätzlich Vitamin-B12-Präparate einzunehmen. Die Verbraucherzentrale warnt jedoch vor B12-Nahrungsergänzungsmittel auf Algenbasis aus dem Onlinehandel, da diese häufig deutlich mehr bzw. weniger Wirkstoff enthalten, als auf der Packung angegeben ist. Am besten lassen Sie sich fachkundig in Ihrer Guten-Tag-Apotheke beraten, welches hochwertige Präparat in welcher Dosierung am besten für Sie geeignet ist.
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