Echinacea: Der Sonnenhut ist stark bei Erkältungen

von pelikanapo

Der Hals kratzt, die Nase läuft – na prima: Erkältung! Durch schnittlich rund dreimal im Jahr „fängt“ sich ein Erwachsener einen Infekt der oberen Atemwege ein – vorzugsweise im Winter. Doch ganz so schutzlos sind wir diesen Attacken nicht ausgesetzt.  Sowohl vorbeugend als auch bei einem bereits präsenten Infekt können Sie sich Gutes tun. Warum Sie dabei auf den Sonnenhut setzen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Vielfältige Möglichkeiten

Unser Immunsystem ist 365 Tage im Jahr im Dauereinsatz, rund um die Uhr – immer in Bereitschaft, Viren und Bakterien, die in den Körper eindringen, unschädlich zu machen. Und sie lauern wirklich überall: Auf Tastaturen, Türklinken und Telefonen warten Erkältungsviren förmlich darauf, sich in uns einen neuen Wirt zu suchen, gerade im Winter. Beheizten und trockenen Räumen sei Dank. Und auch im Gespräch, beim Anhusten oder Niesen, können Viren in die Atemwege unseres Gegenübers gelangen. Wer sein Immunsystem dauerhaft stärken will, findet mannigfaltige Möglichkeiten, die in der Kombination erfolgversprechend sind: Wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet, ausreichend schläft und regelmäßig herzhaft lacht, stärkt seine Abwehr.

Fresszellen in Aktion

Auch mit pflanzlicher Hilfe lässt sich dem körpereigenen Abwehrsystem wirksam unter die Arme greifen – zum Beispiel mit dem Sonnenhut, botanisch Echinacea genannt. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, hat der Vertreter der Korbblütler inzwischen auch in Europa seinen festen Platz: Medizinisch genutzt werden die getrockneten oder frischen Wurzeln. Um unerwünschten Krankheitserregern wie bei einer Erkältung den Kampf anzusagen, setzt unser Körper sogenannte Fresszellen ein, die die Erreger vernichten. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Sonnenhut diese Fresszellen (Makrophagen) zur Vernichtung der Erreger animiert und auch direkt gegen die eingedrungenen Viren wirkt.

Gut belegter Nutzen

Studien zufolge lässt sich das heilsame Kraut auch vorbeugend einsetzen. Sie erhalten es beispielsweise in Ihrer Apotheke zur vereinfachten Anwendung sowohl in Tropfen- als auch in Tablettenform. Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass unabhängig von der Sonnenhut-Gattung, dem verwendeten Pflanzenteil und der Konzentration Echinacea-Präparate positive und deutliche Effekte auf Erkrankungshäufigkeit und Krankheitsdauer haben. Während die Wirksamkeit gut belegt ist, gibt es zur Sicherheit mit Blick auf Nebenwirkungen bisher nur wenig Untersuchungen – in seltenen Fällen kam es bei der Anwendung zu Magen-Darm-Störungen und Hautreaktionen.

Echinacea auf dem Feld: Der Sonnenhut hilft gegen Erkältungen.
©doris oberfrank-list/stock.adobe.com

Gute Qualität und Beratung

Bei der richtigen Dosierung kommt es auf die jeweilige Echinacea-Art an: Für Echinacea purpurea empfiehlt die Deutsche Arzneimittelkommission 900 mg täglich. Die Weltgesundheitsorganisation bemisst die Tagesdosis für Echinacea angustifolia mit drei Gramm. Die in der Gesundheitsforschung tätige Carstens-Stiftung, gegründet vom früheren Bundespräsidenten Karl Carstens und seiner Frau Veronica, rät dazu, beim Kauf eines Echinacea-Präparats auf die Konzentration des Wirkstoffs zu achten. Denn einige auf dem Markt erhältliche Mittel enthalten nur einen geringen Anteil. Gute Qualität verbunden mit fachlicher Beratung bekommen Sie in Ihrer Guten Tag Apotheke.

Ruhe hilft beim Gesundwerden

Übrigens: Wenn Sie eine Erkältung plagt, leistet der Körper grade Schwerstarbeit bei der Infektabwehr und braucht neben vitaminreicher, leichter Kost wie Obst, Gemüse und Salaten vor allem Ruhe. Deshalb ruhig mal ein bisschen kürzertreten, viel schlafen, Stress und starke körperliche Anstrengungen vermeiden. Ihr Körper dankt es Ihnen, indem Sie bald wieder auf dem Damm sind!

So beugen Sie einer Erkältung vor

  • Zitrone mit warmem Wasser aufgießen und möglichst dreimal am Tag trinken, um das Vitamin-C-Depot zu füllen
  • Eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Quark, Naturjoghurt oder Fisch auf den Speiseplan setzen
  • Frischen Ingwer oder Salbei aufkochen und ziehen lassen – beide wirken entzündungshemmend

Hände­waschen ist das oberste Gebot

Das Robert-Koch-Institut em­pfiehlt: mindestens 30 Sekunden lang mit warmem Wasser und Seife. Idee: Zweimal das Lied „Happy Birthday to you“ singen. Mehr Tipps zum richtigen Händewaschen lesen Sie hier.

Antibiotikum bei Viren nutzlos

Laut Weltgesundheitsorganisation glauben noch immer fast zwei Drittel aller Menschen, dass Anti­biotika bei einer Erkältung helfen. Dabei werden 90 Prozent aller Erkältungen durch Viren verursacht. Antibiotika bekämpfen aber ausschließlich Bakterien. Ihre Einnahme ist dann nicht nur überflüssig, sondern aufgrund von Resistenzrisiken und Nebenwirkungen sogar gefährlich. Nur wenn der Arzt feststellt, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt, ist die Einnahme eines Antibiotikums sinnvoll.

Mehr zum Thema

Sie möchten mehr zum Sonnenhut erfahren oder was Sie noch bei einer Erkältung tun können? Bei allen Gesundheitsfragen rund um Ihr persönliches Wohlergehen finden Sie in Ihrer Guten Tag Apotheke kompetente Ansprechpartner. Bei Bedarf lotst Sie der Apotheken-Finder  zur richtigen Adresse ganz in Ihrer Nähe.

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