Geistig fit im Alter – was Sie selbst dafür tun können

von pelikanapo

„Wer rastet, der rostet.“ Die Redewendung gilt nicht nur für Muskeln, sondern betrifft auch unsere grauen Zellen. Dabei sollte man es im Ruhestand doch ruhiger angehen lassen, oder? „Bloß nicht!“ meint Life-Kinetik-Trainer Matthias Bruhn. „Wer sein Gehirn nicht fordert, der lässt es gerade zu verkümmern.“ Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, sich geistig fit zu halten. Das Schöne: Die meisten machen auch viel Spaß.

Bewegung

Körperliche Bewegung fördert die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Ist diese mit Spaß verbunden, hilft es dem Geist doppelt und motiviert zum Dranbleiben. Besonders gut eignen sich unter anderem Tanzen, Spaziergänge und Radtouren oder Kegeln. Höchst konzentrationsfördernd sind auch Bogenschießen und Schach. Bonus: Übt man seine Lieblingsbeschäftigung im Verein aus, trifft man auf immer neue Herausforderer.

Ernährung

Fettreicher Fisch, Nüsse oder Olivenöl – unser Gehirn liebt Omega-Fettsäuren. Zuviel Alkohol und Zucker dagegen können schlapp und träge machen, das betrifft auch den Geist.

Erinnerungen

Denksport im Alltag betreibt, wer zum Beispiel ohne Einkaufszettel zum Supermarkt geht oder Telefonnummern aus dem Gedächtnis eintippt, anstatt sie abzuspeichern.

Soziale Kontakte

Hannelore Labitzke aus Hamburg arbeitet auch mit 85 Jahren noch einmal pro Woche als Kassiererin bei einem Drogeriemarkt. Das macht sie vor allem wegen der Kontakte: „Ich brauche das, unter Menschen zu sein“, sagte die Rentnerin in einem Interview mit der „Zeit“.
Recht hat Frau Labitzke, auch eine Studie aus Schweden hat gezeigt: Je mehr geistige, körperliche oder gesellschaftliche Aktivitäten, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Demenz.
Haustiere sind ebenfalls wunderbare Gesellschaft. Hund oder Katze brauchen Pflege, Zuwendung und Ansprache und fördern Routinen im Alltag. Zudem knüpft man beim Hunde-Spaziergang leicht Kontakte zu anderen Herrchen und Frauchen. Wer nicht mehr die volle Verantwortung für ein Tier übernehmen möchte, kann zum Beispiel regelmäßig in Tierheimen beim Gassi gehen aushelfen.

Schon einmal was von Life Kinetik gehört?

Life Kinetik ist quasi Gehirnjogging mit Bewegung, welches zur Vernetzung von Gehirnstrukturen führt. Das sanfte Bewegungsprogramm stellt dem Körper ungewöhnliche, visuelle und koordinative Aufgaben. Darüber hinaus schafft Life Kinetik neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen und erhöht auf spielerische und unterhaltsame Weise die geistigen Fähigkeiten in allen Lebensbereichen. Kurz: Die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird mit Life-Kinetik-Übungen gesteigert. Dabei ist es völlig egal, ob die Teilnehmer acht oder 80 Jahre alt sind.

Matthias Bruhn ist seit 2015 Life-Kinetik-Mastertrainer. Er hat bereits hunderte Menschen beraten und trainiert, darunter viele mit Demenz-Symptomen. Mit Life Kinetik hilft er auch Kindern mit Entwicklungs- und Lernstörungen sowie Menschen mit einem Regenerations-Bedarf nach Schlaganfällen oder Tumoren, die ihr Gehirn wieder funktionsfähig bekommen müssen (oder wollen).

„Versuchen Sie, immer Neues zu lernen – und wenn es geht, in Bewegung“, empfiehlt Bruhn. Unser Gehirn wächst physisch, indem es neue Synapsen und Neuronen bildet. Es wird somit flexibler und leistungsfähiger, wenn wir öfters mal Dinge tun, die wir nicht können. Am besten sollte das mit Spaß geschehen, denn das fördert die Bildung des Glücks- und Belohnungshormons Dopamin, was wiederum zu noch mehr Wachstum des Gehirns führt.

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