Häusliche Gewalt: Bei Codewort „Maske 19“ kann die Apotheke helfen

Maske 19: Mit diesem Codewort sollen sich Opfer von häuslicher Gewalt nun Hilfe in der Apotheke holen können. Denn die Ausgangsbegrenzungen in der Corona-Krise erschweren es, einen Hilferuf am Telefon abzusetzen: Der gewalttätige Partner ist jetzt schließlich oftmals in der Nähe. In Frankreich und Spanien funktioniert dieser neue Meldeweg laut Medienberichten bereits.

Direkthilfe in der Apotheke

Die Idee hinter Maske 19: Wenn jemand Opfer häuslicher Gewalt geworden ist, können Betroffene in die Apotheke gehen und das Codewort dort nennen. Daraufhin alarmiert das Apothekenteam die Polizei beziehungsweise die Behörden. Apotheken als Anlaufstelle für die Direkthilfe sind deshalb sinnvoll, weil wir dafür auch momentan die eigenen vier Wände verlassen dürfen.

Experten vermuten Anstieg häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten

Die aktuelle Situation erzeugt bei vielen Paaren und Familien vor allem eins – Stress. Durch die Ausgehbeschränkungen müssen sie näher zusammenrücken, durch das Arbeiten im Homeoffice, Kindergarten- und Schulausfall bleibt man vor allem Zuhause, manche haben finanzielle Sorgen oder sind von der Arbeitslosigkeit bedroht. So entstehen vermehrt Konflikte. „Die Fallzahlen häuslicher Gewalt, die sich in aller Regel gegen Frauen und Kinder richtet, werden voraussichtlich zunehmen“, schätzt Familienministerin Franziska Giffey in einem Interview mit der Rheinischen Post. Zahlen unter anderem aus China, Frankreich und Spanien untermauern diese Einschätzung.

In Deutschland finden Betroffene laut Familienministerin Giffey Unterstützung am Hilfstelefon, das rund um die Uhr besetzt sei: 08000/116 016 oder www.hilfetelefon.de

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