Prostata-Pille könnte Parkinson-Patienten helfen

Bringt ein Prostata-Medikament als Zusatznutzen einen wichtigen Therapiefortschritt gegen Parkinson? Diese Hoffnung nährt ein internationales Forscherteam um den US-amerikanischen Neurowissenschaftlers Professor Dr. Michael J. Welsh von der Universität Iowa. Sie fanden heraus: Das Medikament Terazosin, das ursprünglich zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung entwickelt wurde, aktiviert als Nebenwirkung ein Enzym, das den Untergang von Hirn- und Nervenzellen verhindert. Bisher ließ sich der Parkinson-Fortschritt nicht verlangsamen, geschweige denn heilen.

US-Registerdaten vergleichend ausgewertet

Nach erfolgreichen Tierversuchen wurden US-amerikanische Registerdaten ausgewertet: Ausgewählt wurden 2.880 Parkinson-Kranke mit gutartiger Prostata-Vergrößerung unter Terazosin oder ähnlichen Wirkstoffen als Studiengruppe. Verglichen wurde diese mit 15.409 Parkinson-Patienten, deren gutartig vergrößerte Prostata mit anderen Therapieverfahren behandelt wurden. Im Ergebnis kam es nach einem Bericht der Ärzte-Zeitung in der Studiengruppe zu weniger Symptomen und einer verlangsamten Progression. Sollte sich diese Wirkung in klinischen Studien bestätigen, könne dies nach Auffassung der Wissenschaftler eine mögliche Zulassung des Medikaments in der Therapie von Morbus Parkinson erleichtern.

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