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Rheumatoide Arthritis 

von pelikanapo

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die mit einer chronischen Entzündung der Gelenke einhergeht. Bislang ist die Erkrankung zwar nicht heilbar, lässt sich aber mit modernen Therapieoptionen meist gut unter Kontrolle bringen. 

In Deutschland leidet rund ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung unter einer rheumatoiden Arthritis (RA), wobei Frauen etwa drei Mal häufiger betroffen sind als Männer. Typischerweise beginnt die Erkrankung nach dem 50. Lebensjahr. Generell kann sie jedoch in jedem Alter auftreten. Die Ursachen der RA sind bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Man geht allerdings davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, der eine Fehlregulation des Abwehrsystems zugrunde liegt. Dabei greifen Zellen des Immunsystems fälschlicherweise die Innenhaut der Gelenke an, weil sie sie nicht als körpereigenes Gewebe erkennen. Dadurch entstehen Entzündungen, die sich im Verlauf auch auf Knorpel und Knochen ausbreiten können. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, besteht die Gefahr, dass im Verlauf irreparable Schäden entstehen.

Wie hält man die Krankheit auf?

 Um ein Fortschreiten der RA zu verhindern, sollten Betroffene möglichst rasch einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen. Neben der Krankheitsgeschichte und den Symptomen liefert die körperliche Untersuchung erste Hinweise auf eine RA. Zur Sicherung der Diagnose sowie zur Einschätzung des Risikos für Folgeschäden werden außerdem meist Laboruntersuchungen des Blutes und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen durchgeführt. Sobald die Diagnose feststeht, kann die Ärztin bzw. der Arzt eine geeignete Behandlung empfehlen. Idealerweise wird die Therapie innerhalb der ersten drei Monate nach Symptombeginn eingeleitet. Dabei kommen sogenannte Basistherapeutika zum Einsatz, die das Immunsystem langfristig in Schach halten. Zusätzlich können vorübergehend Kortison oder nicht-steroidale Antirheumatika gegeben werden, um Schmerzen und Entzündungen bei einem akuten Schub zu lindern. Begleitend zur medikamentösen Behandlung sollten Betroffene an einer Physio- und Ergotherapie teilnehmen, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten. Auch physikalische Therapieformen wie Wärme- oder Kälteanwendungen können sinnvoll sein. 

Woran erkennt man eine RA?

In vielen Fällen beginnt die RA mit Entzündungen und Schwellungen in den kleinen Gelenken der Finger und Zehen. Häufig treten die Beschwerden symmetrisch auf, also zum Beispiel sowohl an der rechten als auch an der linken Hand. Ein typisches Symptom ist die morgendliche Gelenksteife, eine Unbeweglichkeit in den entzündeten Gelenken nach dem Aufwachen, die über 30 Minuten bis mehrere Stunden andauern kann. Darüber hinaus können die betroffenen Gelenke schmerzen, insbesondere wenn Druck darauf ausgeübt wird. Manchmal kommen auch Begleitbeschwerden wie extreme Müdigkeit (Fatigue), Nachtschweiß und Gewichtsverlust hinzu. Die RA verläuft in der Regel in Schüben. Das bedeutet, dass die Beschwerden sich zwischenzeitlich bessern, um beim nächsten Schub erneut aufzuflammen. Im Verlauf sind oft immer mehr Gelenke betroffen, darunter Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte. In besonders schweren Fällen kann die RA nach mehreren Jahren sogar auf die obere Halswirbelsäule übergehen, was sich in Form von Nackenschmerzen und/oder -steifigkeit äußert. Weiterhin können sich die Entzündungen auch auf andere Organe wie die Lunge, das Herz und die Augen ausbreiten. 

Was kann man präventiv tun? 

Das Risiko, an RA zu erkranken, wird sowohl durch genetische als auch durch umweltbedingte Faktoren bestimmt. Während man auf die genetische Vorbelastung keinen Einfluss hat, lässt sich ein Teil des Risikos durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflussen. Hierzu zählt eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Auch Lebensmittel, die viel Omega-3-Fettsäuren enthalten, sind empfehlenswert. Gute Quellen sind beispielsweise fettreiche Seefische wie Lachs und Makrele, aber auch Samen und Nüsse (z. B. Leinsamen, Hanfsamen, Walnüsse). Entzündungsfördernde Lebensmittel wie rotes Fleisch und Zucker sollte man hingegen möglichst meiden. Gleiches gilt für Alkohol und Nikotin. Da Übergewicht die Gelenke zusätzlich belastet, sollte man außerdem auf ein gesundes Normalgewicht achten. Regelmäßige Bewegung hilft nicht nur dabei, überflüssige Pfunde zu verlieren, sondern auch eine starke Muskulatur aufzubauen, welche die Gelenke entlastet. Empfehlenswert sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Yoga.

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