Schlaf das unterschätzte Wundermittel
von pelikanapo
Schlaf gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Er ist viel mehr als nur eine Pause. Während wir scheinbar untätig im Bett liegen, werden Zellen repariert, das Immunsystem gestärkt, Erlebtes verarbeitet. Und doch fühlen sich viele Menschen morgens nicht wirklich erholt. Schlafen wir schlecht, können Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit oder anhaltende Erschöpfung folgen. Am 21. Juni ist der Welttag des Schlafes. Lesen Sie, was Sie tun können, um gut zu schlafen und erholt aufzuwachen.
Schlaf ist kein Stillstand – wenn Muskeln entspannen und die Augen geschlossen sind, läuft ein hochkomplexes Programm ab, das Körper und Geist regeneriert, ordnet und repariert. Dabei durchlaufen wir verschiedene Schlafphasen. Vor allem im Tiefschlaf beginnt die eigentliche Erholung: Wachstumshormone werden ausgeschüttet, Zellen repariert, das Immunsystem aktiviert. Auch dem Hormonhaushalt tut eine ruhige Nacht gut. Während das Schlafhormon Melatonin ansteigt, sinkt das Stresshormon Cortisol – beide folgen einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Wer ausreichend Tiefschlaf bekommt, erwacht ausgeruht und gestärkt.
Auch der Geist benötigt Ruhe, deshalb ist die Empfehlung, zum Beispiel vor wichtigen Entscheidungen noch einmal „eine Nacht drüber zu schlafen“, sehr sinnvoll. Denn in den sogenannten REM-Phasen – benannt nach den schnellen Augenbewegungen („Rapid Eye Movement“) – verarbeitet das Gehirn Eindrücke und Emotionen des Tages. Erinnerungen werden gefestigt, Erlebtes sortiert. Diese Phase ist besonders wichtig für Gedächtnisleistung und um Emotionen zu verarbeiten.
7 Gute Gewohnheiten für erholsamen Schlaf
Schlecht geschlafen? Oft ist es ein Zusammenspiel aus Lebensstil, innerer Anspannung und äußeren Einflüssen.
1. Stress gehört zu den Top- Schlafräubern.
Wer tagsüber unter Druck steht, nimmt die Anspannung oft mit ins Bett. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, das Stresshormon Cortisol sinkt nicht ausreichend ab. Gedanken kreisen, To-do-Listen tauchen auf, Gespräche werden innerlich noch einmal geführt. Einschlafen fällt schwerer, nächtliches Aufwachen wird häufiger. Dagegen hilft eine bewusste, abendliche Ruhephase zwischen Alltag und Bett. Leise Musik, Lesen oder ein warmes Bad helfen, abzuschalten. Wer abends zum Grübeln neigt, kann offene Aufgaben oder belastende Gedanken auf Papier niederschreiben. Das schafft Distanz und reduziert innere Unruhe.
2. Bildschirme
Bildschirme von Smartphone, Tablet oder Fernseher senden blaues Licht aus, das die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmt. Wer spätabends noch scrollt oder Serien schaut, signalisiert dem Gehirn ungewollt: Es ist noch Tag und keine Zeit, zur Ruhe zu kommen. Deshalb sollten Bildschirmgeräte spätestens eine Stunde vor dem Schlafengehen ausgeschaltet werden. Auch kleinste Lichtquellen können den Schlaf stören. Am besten für konsequente Dunkelheit sorgen oder sich mit einer Schlafmaske schützen.
3. Unregelmäßige Schlafzeiten
Zum Beispiel im Schichtdienst – oder lange Ausschlafphasen am Wochenende können den inneren Takt durcheinanderbringen – fast wie ein kleiner Jetlag. Der Körper liebt regelmäßige Schlafzeiten: Gehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf. Das stabilisiert den inneren Schlaf-/Wachrhythmus.
4. Besonders trügerisch ist Alkohol am Abend
Er wirkt zwar zunächst entspannend, verkürzt jedoch die Tiefschlafphasen und verschlechtert dadurch die Schlafqualität. Zucker kann abends noch mal für einen richtigen Energieschub sorgen – und stört damit das Einschlafen. Am besten Alkohol reduzieren oder ganz meiden und zuckerhaltige oder üppige Mahlzeiten spätestens drei Stunden vor dem Zubettgehen genießen.
5. Schlafumgebung
Gegen eine heiße Zeit im Schlafzimmer ist nichts einzuwenden, zum Ruhen sollten die Temperaturen aber abgekühlt werden – zwischen 16 und 19 Grad sind perfekt. Eine ideale Schlafumgebung ist möglichst dunkel, ruhig und leicht kühl.
6. Häufig verändern auch hormonelle Umstellungen
Etwa in den Wechseljahren – das Schlafmuster. Nachtschweiß, innere Unruhe oder frühes Erwachen sind dann keine Seltenheit. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. 7. Auspowern hilft: Regelmäßige Bewegung fördert nachweislich den Tiefschlaf. Nur sehr intensiver Sport sollte nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen stattfinden – der Körper benötigt etwas Zeit, um wieder runterzufahren.
Geht es Ihnen gut? Bei allen Fragen rund ums Thema gesunde Ernährung stehen Ihnen die Expertinnen und Experten Ihrer Guten Tag Apotheke gerne zur Verfügung: Bei Bedarf lotst Sie der Apotheken-Finder zur richtigen Adresse ganz in Ihrer Nähe.
Und wenn es ganz schnell gehen muss: medi now® – der Online-Shop für Ihre Medikamente. Ein sicherer Service Ihrer Guten Tag Apotheke. Und das bedeutet für Sie:
- Ganz unkompliziert die Arzneimittel-Verfügbarkeit prüfen
- Direkt in Ihrer Nähe abholen
- Oder schnell liefern lassen