Wir verwenden Cookies Cookie Details
Wir verwenden Cookies Cookie Details

Wenn der Juckreiz nicht aufhört 

von pelikanapo

„Jöck es schlemme wie ping“ – so lautet eine rheinische Redensart, die besagt, dass Juckreiz oft quälender ist als Schmerz. Menschen mit Neurodermitis können dies vermutlich nur bestätigen. Denn starker Juckreiz gehört zu den klassischen Symptomen der belastenden Hautkrankheit. 

Neurodermitis, in der Fachsprache atopische Dermatitis genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, die nicht ansteckend ist und immer wieder aufflammen kann. Typisch sind entzündete, trockene Hautstellen, die stark jucken. In Deutschland ist etwa jedes zehnte Kind betroffen. Doch glücklicherweise wachsen viele Kinder aus der Krankheit heraus. Eine britische Studie konnte zeigen, dass die Symptome bei etwa 60 Prozent der betroffenen Kinder bis zum jungen Erwachsenenalter wieder verschwinden. Bei Erwachsenen ist die Erkrankung dann deutlich seltener – betroffen ist etwa jeder Dreißigste. 

Hohe Krankheitslast 

Als Leitsymptom der atopischen Dermatitis gilt anhaltender, intensiver Juckreiz. Er beeinträchtigt die Betroffenen in allen Lebenslagen und raubt ihnen den Schlaf. Besonders belastend wirken sichtbare Ekzeme in Gesicht oder an den Händen. Viele Menschen mit Neurodermitis leiden unter einem geschwächten Selbstbewusstsein und entwickeln Ängste oder Depressionen. Sie berichten von krankheitsbedingten Einschränkungen im Alltag, bei der Wahl von Hobbys und Beruf, bei Karrieremöglichkeiten sowie im Liebesleben. Eine deutsche Studie belegt: Die Einbußen an Lebensqualität sind bei Menschen mit Neurodermitis größer als bei vielen anderen chronischen Erkrankungen – etwa bei Diabetes oder Rheuma. 

Neurodermitis kommt selten allein 

Die Belastung geht oft über die Hauterkrankung selbst hinaus. Viele Betroffene haben darüber hinaus Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben oder bestimmte Nahrungsmittel und leiden zusätzlich unter Heuschnupfen oder Asthma. 

Wie kommt es zu atopischer Dermatitis? 

Die Ursachen der Erkrankung sind vielfältig und noch nicht vollständig erforscht. Gesichert ist jedoch, dass die Genetik eine zentrale Rolle spielt, wenn die Hautbarriere gestört ist und das Immunsystem überschießend reagiert. Doch auch Umweltfaktoren sind bedeutsam: Die Häufigkeit von Neurodermitis stieg zwischen 1950 und 2000 deutlich an. Als ursächlich gilt vor allem der westliche Lebensstil mit veränderten Umweltbedingungen. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Erkrankungshäufigkeit in den letzten Jahren jedoch nicht weiter zugenommen hat. 

Vorbeugen ist möglich 

Obwohl sich atopische Dermatitis nicht vollständig verhindern lässt, können einige Maßnahmen das Risiko senken. Die aktuelle Forschung zeigt: Eine vielfältige Beikost im ersten Lebensjahr ist mit einem geringeren Neurodermitis-Risiko verbunden. Diäten oder das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel ohne nachgewiesene Allergie helfen dagegen nicht – im Gegenteil. Besonders wichtig ist der Schutz vor Tabakrauch: Sowohl aktives als auch passives Rauchen erhöht das Risiko für Neurodermitis und verschlimmert bestehende Symptome. Eine ausführliche Beratung zur Prävention erhalten Interessierte bei ihrem Arzt oder in der Apotheke. 

Gute Aussichten mit der richtigen Behandlung 

Neurodermitis lässt sich heute deutlich besser kontrollieren als noch vor einigen Jahren. Eine gezielte Behandlung lindert nicht nur die Symptome, sondern kann auch Komplikationen vorbeugen. 

Basispflege als Fundament 

Die konsequente Hautpflege mit rückfettenden Cremes und Salben, sogenannten Emollienzien, ist das A und O in der Neurodermitis-Behandlung. Die Pflegeprodukte stärken die gestörte Hautbarriere und sollten täglich aufgetragen werden, auch in symptomfreien Phasen. Welches Produkt für die jeweiligen individuellen Bedürfnisse am besten geeignet ist, wissen die gut geschulten Mitarbeiter Ihrer Guten-Tag-Apotheke. Lassen Sie sich gerne beraten. 

Moderne Medikamente als nächster Schritt 

Die Behandlung der Neurodermitis folgt einem Stufenplan, der sich am Schweregrad der Erkrankung orientiert. Bei leichten Symptomen reicht oft die konsequente Basispflege aus. Kommt es zu entzündlichen Schüben, werden zusätzlich antientzündliche Wirkstoffe wie Cortisonsalben oder Calcineurin-Inhibitoren eingesetzt. Auch eine Lichttherapie kann helfen. Bei schweren Verläufen, die auf äußerliche Behandlungen nicht ausreichend ansprechen, stehen heute moderne Systemtherapien zur Verfügung, die gezielt in das Immunsystem eingreifen.

Mehr zum Thema

Geht es Ihnen gut? Bei allen Fragen rund ums Thema gesunde Ernährung stehen Ihnen die Expertinnen und Experten Ihrer Guten Tag Apotheke gerne zur Verfügung: Bei Bedarf lotst Sie der Apotheken-Finder zur richtigen Adresse ganz in Ihrer Nähe. 

Und wenn es ganz schnell gehen muss: medi now® – der Online-Shop für Ihre Medikamente. Ein sicherer Service Ihrer Guten Tag Apotheke. Und das bedeutet für Sie: 

  • Ganz unkompliziert die Arzneimittel-Verfügbarkeit prüfen
  • Direkt in Ihrer Nähe abholen
  • Oder schnell liefern lassen

Lesen Sie auch

Zurück

guten-tag-apotheke vip clock phone