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Wertvolle Tipps für den Ohrenputz 

von pelikanapo

Ohrenschmalz ist wichtig für die Selbstreinigungsfunktion und Gesundheit unseres Gehörgangs. Doch manchmal ist es einfach zu viel des Guten. Wie Sie Ihre Ohren selbst pflegen können und wann Sie professionelle Hilfe aufsuchen sollten. 

Viele Menschen überkommt beim Anblick von Ohrenschmalz, in Medizinerkreisen auch Cerumen genannt, Ekel. Doch bei dem natürlichen Sekret handelt es sich nicht um etwas Unhygienisches – ganz im Gegenteil. Ohrenschmalz hilft dabei, dass der äußere Gehörgang sauber bleibt und sich keine Krankheitserreger ansiedeln können. 

Körpereigene Müllabfuhr 

Das Cerumen besteht hauptsächlich aus Schweißdrüsensekret und Talg. Darüber hinaus enthält es unter anderem das Enzym Lysozym, das auch in anderen Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Tränen vorkommt und antibakteriell wirkt. Aussehen und Beschaffenheit des Ohrenschmalzes können sich im Laufe des Lebens ändern und werden von individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht und hormonellen Veränderungen beeinflusst. In der Regel weist es jedoch eine klebrige Konsistenz auf, die dafür sorgt, dass abgestorbene Hautschüppchen, Haare, Schmutz und Staub haften bleiben. Auch kleinere Insekten werden so daran gehindert, ins Innere des Ohres vorzudringen. Im Gehörgang befinden sich winzige Härchen, die das Ohrenschmalz samt Fremdkörpern nach außen transportieren. Bewegungen des Kiefers, zum Beispiel beim Sprechen oder Kauen, unterstützen diesen Vorgang. Außerdem erfolgt der Abtransport mit der Zeit automatisch, da die Haut im Gehörgang von innen nach außen wächst und das Cerumen mit sich nimmt. Eine weitere wichtige Funktion hat das Cerumen beim Aufrechterhalten des Feuchtigkeitshaushaltes im Ohr. So sorgt es dank seiner wachsartigen Eigenschaften dafür, dass die dünne Haut im äußeren Gehörgang nicht zu stark austrocknet und geschmeidig bleibt. 

Weniger ist mehr 

Da all die oben genannten Prozesse im Normalfall automatisch ablaufen, gibt es aus medizinischer Sicht keinen Grund, Ohrenschmalz zu entfernen. Viele Experten raten sogar eindringlich von übertriebenen Putzaktionen in Eigenregie ab. Vor allem von der Verwendung von Wattestäbchen sollte unbedingt abgesehen werden. Sie drücken das Ohrenschmalz samt Schmutz eher noch tiefer in den schmalen Gehörgang, wodurch sich dort mit der Zeit ein Pfropfen bilden kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie das empfindliche Trommelfell verletzen. Auch die Verwendung von Ohrenkerzen wird aufgrund der Verbrennungsgefahr und der fragwürdigen Wirksamkeit nicht mehr empfohlen. Wer aus ästhetischen Gründen trotzdem nicht auf eine Reinigung der Ohren verzichten möchte, sollte dabei vorsichtig vorgehen und sich auf den Bereich der Ohrmuschel beschränken. Am besten lässt man in der Dusche etwas lauwarmes Wasser – ohne Shampoo oder Seife – in die Ohren laufen. Dadurch wird das Ohrenschmalz eingeweicht und die Reste lassen sich im Anschluss mithilfe eines sauberen Kosmetiktuches, eines Wattepads oder eines Waschlappens entfernen. 

Hilfe vom Fach 

Obwohl sich die Ohren selbst reinigen, kann es passieren, dass sie durch hartnäckiges Ohrenschmalz verstopfen. Ein besonders hohes Risiko tragen ältere Personen und Menschen, die ein Hörgerät tragen. Die Symptome umfassen unter anderem eine Einschränkung des Hörvermögens, ein Gefühl, wie durch Watte zu hören sowie einen leichten Druck in den Ohren. Manchmal können auch Schmerzen, Ohrgeräusche und Kreislaufprobleme auftreten. Hilfe finden Betroffene in ihrer Apotheke. Dort gibt es zum Beispiel Ohrentropfen und -sprays, die das Ohrenschmalz aufweichen (Cerumenolytika). Bei Juckreiz im Gehörgang, der vor allem aufgrund von Trockenheit entsteht, können außerdem Öle (z. B. Mandelöl, Olivenöl, Walnussöl) Linderung verschaffen. 

Wann zum Arzt? 

In folgenden Fällen sollte unbedingt eine Hals-Nasen-Ohren-Arztpraxis aufgesucht werden: 

  • Anzeichen einer Entzündung (z. B. unangenehmer Geruch, Flüssigkeitsansammlung/-austritt) 
  • Besonders enger Gehörgang bzw. besonders große Ansammlung von Ohrenschmalz
  • Tinnitus 
  • Fieber 
  • Schmerzen 
  • Schwindel

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